Yoga aromaduefte

K L E S H A S

Hindernisse zum Glücklichwerden.

Bedeutung der 5 Kleshas im YOGA:
Avidya (Unwissenheit), Asmita (Identifizierung, Ego), Raga (Gier), Dvesha ((blinde) Abneigung),- Abhinivesha (Furcht, Angst).

Kleshas sind der indischen Philosophie,
insbesondere im Buddhismus und in der YOGA-PHILOSOPHIE bestimmte Muster und Kräfte im menschlichen Geist, die die Wahrnehmung und die Handlungsweise des Menschen steuern und ihn immer wieder in Situationen bringen, die leidvoll erfahren werden und uns somit daran hindern, glücklich zu sein.

Man kann die Kleshas mit "Unkraut" verglichen und der menschliche Geist mit einem Garten. Während die Zierpflanzen gesät und bewässert werden müssen und intensiver Pflege bedürfen, sprießt und wuchert das "Unkraut" ohne jede besondere Pflege. Es nimmt den Garten in Besitz, wenn der Gärtner nachlässig oder untätig wird. Und so ist es auch mit den Kleshas:

Avidya
Avidya bedeutet so viel wie Nichtwissen, aber nicht im Sinne von Unwissen oder unbekannt, sondern im Sinne von vorhandenem, aber falschem Wissen bzw. Täuschung. Wie ein "Schleier" legt es sich über die Wahrnehmung und trübt diese. Die Wahrnehmung des Menschen ist in der Regel höchst subjektiv, und so kann sie in einer Situation richtig oder auch falsch sein. Unter Avidya versteht man eine falsche Art des Verstehens, eine falsche (subjektive) Art der Interpretation einer Situation. Avidya ist das Ergebnis von Erfahrungen: In einer bestimmten Situation wurde einmal auf eine bestimmte Art empfunden, gedacht, verstanden, gehandelt - fortan wird automatisch, immer so, beinahe blind wiederholt. Der Mensch ist in seiner Wahrnehmung und seinem Handeln festgelegt. Ein einfaches Beispiel wie Avidya sich im Alltagsleben zeigt:
Eine Person verhält sich sehr abweisend, ist mürrisch und unfreundlich. Leicht wird daraus der Schluss gezogen, diese Person habe vielleicht eine Abneigung gegen uns. Tatsächlich verhält es sich jedoch so, dass diese Person zur Zeit ein Problem mit sich selbst oder vielleicht hat sie einfach nur einen schlechten Tag.

Asmita
Mit Asmita ist das (übermächtige) Ego gemeint, die Identifikation mit dem Ich. Es bedeutet, sich selbst sehr wichtig zu nehmen. Es bedeutet sowohl Selbstbezogenheit, Hochmut und Stolz als auch umgekehrt Selbstmitleid. Asmita zeigt sich immer dann, wenn man den Ehrgeiz hat, besser als andere sein zu wollen oder wenn jemand immer recht haben möchte. Aber auch Gefühle wie: "Immer geht es nur MIR schlecht..." oder "Immer werde ICH ausgenutzt..."
haben ihren Ursprung in Asmita. Es bedeutet aber auch, wahrzunehmen, wie andere uns sehen, und sich selbst so mit der Zeit ein entsprechendes Image zuzulegen (z. B. Als Kind haben die Eltern und Menschen in der Umgebung gesagt:
"Das kannst du gut....... bzw. das kannst du nicht!"
Sie haben aber nur das gesagt, was sie selbst "gesehen bzw. wahrgenommen" haben. Wir haben es jedoch als die "Wahrheit" empfunden und uns ein entsprechendes "Image" zugelegt.

Raga
Raga bedeutet Wunsch, Verlangen oder Begierde - Eigenschaften, die häufig der Grund für eine bestimmte Verhaltensweise sind. Raga bedeutet, etwas haben zu wollen, was man vielleicht gar nicht unbedingt braucht, oder was einem sogar gar nicht gut tut (z.B. Konsum als Ersatzbefriedigung). Der Mensch will etwas haben, und wenn er es hat, ist es nicht genug. Raga verlangt nach immer noch mehr, nach einer Steigerung, nach dem nächsten "Kick". Raga bedeutet die Verhaftung in der materiellen Welt.....
Das hindert uns daran, glücklich zu sein.

Dvesha
Dvesha ist so etwas wie das Gegenteil von Raga: die (unbegründete) Ablehnung, Angst vor Veränderungen und dem Unbekannten. Es wurde einmal eine negative Erfahrung gemacht, fortan wird alles abgelehnt, was damit in Verbindung steht.
Beispiel: Im Urlaub in Spanien wurde das Auto aufgebrochen und ausgeraubt. Künftig hasst der betroffene Mensch Spanien und macht dort wohl nie wieder Urlaub.
Oder: Ein Mensch wurde früher einmal von einem Hund gebissen und lehnt nun alle Hunde als grundsätzlich aggressive Tiere ab.
Aber: Nicht jede Ablehnung muss gleich Dvesha sein: Wenn jemand es vermeidet, nachts allein durch ein düsteres Viertel zu gehen, weil dort Gefahren lauern könnten, so ist das nicht Dvesha, sondern begründete Vorsicht, eine realistische Einschätzung der Lage.

Abhinivesha
Das letzte der Kleshas ist Abhinivesha, was soviel bedeutet wie "die Wurzel der Angst".
Gemeint sind alle Formen von Angst und Furcht: Unsicherheit, Zweifel, Panik, Existenzängste, Angst vor der Zukunft, Angst vor Krankheiten, vor allem die Angst vor dem Tod. Dieses Klesha ist sehr mächtig, denn im Yoga geht man davon aus, dass der Geist die Realität bestimmt.



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